Arab Swiss House online

  

Von Arab Swiss House war in diesem Blog zu Jahresbeginn die Rede. Nun tritt der Verein mit einer neuen Website an die Öffentlichkeit, die ich gestaltet habe. Mit dem neuen Webauftritt macht Arab Swiss House auch gleich Werbung für seine erste grosse Kulturveranstaltung mit der Politologin ELHAM MANEA im Oktober im Teufelhof zu Basel! Hier ein Auszug aus dem Interview mit den beiden Protagonistinnen. Das ganze Interview, die Veranstaltung mit Dr. Elham Manea und viel Wissenswertes finden Sie direkt auf der Website: http://arabswisshouse.org

Unterschiedlicher könnten die beiden Frauen nicht sein, und doch haben sie so vieles gemeinsam: Hoda und Génia. Hoda spontan und temperamentvoll, Génia reflektierend und zurückhaltend, Hoda Ägypterin, Génia Schweizerin, Hoda im arabischen Milieu vernetzt, Génia im schweizerischen. Beide sind begeisterungsfähig und zielstrebig und engagieren sich über den privaten Rahmen hinaus. Sie sind sich zufällig begegnet, und daraus ist sofort eine tiefe Freundschaft geworden. Fausi Marti hat die beiden im Garten des "Soup&Chill" im Gundeli (Basel) zu ihrem gemeinsamen Projekt, dem Arab Swiss House, befragt.

 


 

Wir sitzen hier im Garten des 'Soup&Chill' im Basler Gundeli-Quartier, wo ihr euch für ein ganz besonderes Projekt engagiert: das 'Restaurant du Coeur'. Hier wird regelmässig gekocht mit kostenlosen Nahrungsmittelspenden der Grossverteiler, und die Gäste zahlen für das Essen, was sie können und wollen. Der Ertrag kommt den Obdachlosen zugute. ART GALLERY CAFE ist eine der drei Säulen von Arab Swiss House. Ist das 'Restaurant du Coeur' eine Vorstufe zum arabischen Kaffeehaus?

 

Hoda: In gewisser Weise schon. Wir haben die Möglichkeit dieses Sozialprojekts genutzt um zu sehen, ob wir tatsächlich fähig sind, einen regelmässigen gastronomischen Betrieb aufrechtzuerhalten. Nach einem halben Jahr sind wir sehr zufrieden. Wir haben ein gutes Team, in dem auch einige Flüchtlinge in der Küche arbeiten und sich dadurch beruflich qualifizieren können, und wir haben viele zufriedene Kunden, hauptsächlich Schweizer. Ich denke, wir haben jetzt genug Erfahrung, um weitere Schritte ins Auge zu fassen. 

 

Génia: Ich finde vor allem den sozialen Aspekt wichtig. Essen in guter Atmosphäre, über alle kulturellen Unterschiede hinweg, das ist eine schöne Erfahrung. 

 

Hoda: ART GALLERY CAFE meint zunächst ein Kaffeehaus, das Getränke und Snacks anbietet. Es soll den Rahmen bieten, in dem Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ausstellen können - ganz unabhängig von der Nationalität. Im Zentrum stehen die arabische und die baslerisch-schweizerische Kultur. Willkommen ist aber - als Gast und als Künstler - jede Person, die offen ist für den Austausch zwischen den Kulturen. 

 

Ein zweiter Pfeiler eures Projekts ist die Kultur: THAQAFA CULTURE CENTRE. Mit eurer wöchentlichen Radiosendung 'ArabX' habt ihr damit ja bereits begonnen. Wie geht es weiter?

 

Hoda: Wir können den Radiomachern von 'RadioX' nicht genug danken, dass sie uns vor anderthalb Jahren technisch ausgebildet haben und seither das Studio zur Verfügung stellen, um jeden Montag ein einstündiges arabisches Programm zu gestalten. Das Radio ist aber nur ein kleiner Teil unserer zukünftigen Aktivitäten. Jeden Monat eine interessante Live-Veranstaltung, das wäre mein Traum.

 

Génia: Eine erste grössere Veranstaltung planen wir mit der Vernissage des Buchs der jemenitisch-ägyptischen Politologin, Autorin und Menschenrechtsaktivistin Elham Manea, diesen Oktober. Die Einladung erfolgt durch Arab Swiss House.

 

Bildung ist wichtig, hast du, Hoda, betont. Deshalb die dritte Säule, EDUCATION CENTRE AND LIBRARY.

 

Hoda: Wir unterrichten inzwischen 25 Kinder und sind in einem Schulhaus untergebracht. Alle Kinder haben mindestens einen arabischen Elternteil und lernen bei uns Arabisch. Nun geht es darum, eine Anerkennung durch die Fachstelle HSK (Heimatliche Sprache und Kultur / F.M.) zu erreichen.

 

Génia: In Zukunft möchten wir auch Erwachsene ansprechen und das Angebot ausweiten. Es braucht auch Deutsch für Menschen aus dem arabischen Kulturkreis und kulturelle Angebote im Bereich von Diversität und Umgang mit Konflikten. 

 

Hoda: Bleibt die Bibliothek. Ich denke, wir werden genügend Bücher erhalten. Das ägyptische Kultusministerium spendet beispielsweise arabische Literatur. 

 


 

Das ganze Interview auf http://arabswisshouse.org !

 

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