Scheidung 2000-2018

 

Scheidung in Ägypten war in diesem Blog 2013 ein Thema, unter anderem mit der Filmkomödie "Ich will die Scheidung!". Dieser Kassenhit nahm die Ängste und Probleme rund um das neue Scheidungsrecht von 2000 aufs Korn. Die neue, "Khulaa" genannte Scheidungsmöglichkeit gab muslimischen Frauen die Möglichkeit, von sich aus die Scheidung zu verlangen. Wie es 18 Jahre später mit der Scheidungsrealität aussieht und dass es mehr braucht als ein etwas modernes Scheidungsrecht, das ist in einem Artikel von "Mada Masr" nachzulesen, den ich für diesen Blog auf Deutsch übersetzt habe.

 

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Fimkomödie "Ich will die Scheidung" (s. Blog von 2013)

Tariq, ein Kairoer Banker, befiehlt seiner Frau Maha, ihre Tätigkeit als Lehrerin aufzugeben und sich ausschliesslich den Kindern zu widmen. Maha lässt sich von einer Feministin überreden, die Scheidung einzureichen. Bald wissen auch die Verwandten in Südägypten von Tariqs Ungemach. Während des vorgeschriebenen Versöhnungs-Versuchs beschliesst Maha, wieder zu Tariq zurückzukehren. Aber der "Bazillus" der Frauenrechte hat bereits übergegriffen: Im südägyptischen Dorf organisiert die analphabetische Frau des Dorfvorstehers Frauenversammlungen…

 

 

Der Artikel aus der Feder von Karoline Kamel erschien am 11. August 2018 in "Mada Masr":

Arabische Fassung   Englische Fassung

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Scheidung, Gewalt und finanzielle Unabhängigkeit

 

Lassen sich die steigenden Scheidungsraten mit der zunehmenden wirtschaftlichen Stärke der Frauen erklären?

 

"Sobald ich in der Lage war, mich selbst zu ernähren, beschloss ich, meine Beziehung zu ihm zu beenden - es geht besser ohne einen Mann, der nicht richtig für seine Frau und seine Kinder sorgt", sagt Eman (Name geändert) über ihre Entscheidung, die Scheidung einzureichen. "Ein Mann, der sich mit seiner arbeitenden Frau anlegt, weiss, dass sie durch ihr Einkommen in einer starken Position ist und nicht mehr von ihm abhängig."

 

Emans Geschichte von Trennung und Scheidung begann, als sie ihren Wunsch nach Arbeit äusserte, weil sie ihre Familie unterstützen musste. Emans ehemaliger Ehemann war nicht in der Lage, die Ausgaben des Haushalts durch seine Arbeit als Taxifahrer zu decken, und er war nicht bereit, sich einen anderen Job zu suchen, um sein Einkommen zu ergänzen, und er war gegen die Idee, dass Eman arbeiten könnte. Als sie darauf bestand, wurde er grob zu ihr.

 

Eman zog vorübergehend aus, um ihren Ehemann zu zwingen, eine andere Arbeit zu finden, aber er wollte nur ihre Tochter besuchen. Eman sagt, dass er keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber seinem Kind wahrnehme, abgesehen von 50 Pfund (2,5 Euro), die er ihr hin und wieder in die Hand drücke und die nirgends hinreichten. Dennoch behielt er seine Haltung gegen ihre Arbeit bei und verweigerte das Kindergeld, damit sie ihren Job als Putzfrau aufgeben und zu ihm zurückkehren musste. Eman verlor nach anderthalb Jahren die Hoffnung und reichte die Scheidung ein. Ihr damaliger Ehemann war wütend und hörte auf, ihr Kind zu besuchen. Er sagte zu ihr: "Du willst die Gerichte? Wir werden sehen, was sie für dich tun werden."

 

Für Mona Ezzat, die Direktorin des "Work and Women"-Programms der NGO New Woman Foundation ist Emans Geschichte typisch für viele Frauen, die durch ein unabhängiges Einkommen einen Ausweg aus einer gescheiterten Ehe suchen können.

 

Eman denkt, ihre Eltern hätten sie nicht dafür kritisiert, dass sie alleine eine Wohnung gemietet hätte, weil sie ihr eigenes Einkommen hatte. "Wenn niemand für mich sorgt, haben sie kein Recht zu kritisieren." Nichtsdestoweniger war die Entscheidung, sich scheiden zu lassen, für Eman nicht einfach, und die Weigerung ihres Ex-Mannes, Unterstützung für die Unterbringung zu leisten, verlängerte ihre Reise durch das Familiengericht, wo sie Unterhaltszahlungen beantragte.

 

Eman ist der Meinung, dass sie möglicherweise nicht in der Lage gewesen wäre, eine so feste Haltung einzunehmen, wenn sie kein Kind hätte. Sie ist überzeugt, dass das Verantwortungsgefühl dem Kind gegenüber eine wesentliche Rolle gespielt hat. "Ich würde es aushalten, wenn es nur um mich ginge, aber ich könnte nicht zulassen, dass meine Tochter hungert oder krank wird."

 

 

Die Ökonomie der Gewalt in der Ehe

 

Steigende Scheidungsraten - laut der jüngsten Volkszählung in Ägypten gab es 199.000 Scheidungen im Jahr 2016, eine Zunahme von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - müssen im Zusammenhang mit der sich verändernden wirtschaftlichen und sozioökonomischen Realität gesehen werden, meint Mona Ezzat. 

 

Ein Teil dieses Anstiegs sei auf die Zunahme von Ehen mit Minderjährigen zurückzuführen - eine weitere alarmierende Zahl in der Volkszählung von 2017 war, dass es 118.000 Fälle von Kinderheirat gab, was 40 Prozent aller Ehen im Jahr 2016 ausmacht. Dies ist gekoppelt mit hohen Scheidungsraten, erklärt Ezzat, "weil ein bedeutender Prozentsatz der Ehen mit Minderjährigen kurzfristige Verbindungen zwischen weiblichen Minderjährigen und wohlhabenden Männern vom Golf oder aus Ägypten sind." Der Anstieg der Rate dieser kurzfristigen Ehen ist wiederum mit der zunehmenden wirtschaftlichen Not erklärbar.

 

Im weiteren Sinne argumentiert Ezzat jedoch, dass die Erhöhung der Scheidungsraten nicht getrennt von den Vorgängen in der Öffentlichkeit gesehen werden sollte. Wenn die Räume, in denen sich Menschen frei ausdrücken können, geschlossen werden und der wirtschaftliche Druck steigt, dann bleibt - so Ezzat - das Zuhause oft der einzige Raum, um Ärger loszuwerden und Dampf abzulassen, mit schrecklichen Folgen für die Frauen.

 

Hier rücken die ökonomische Seite der häuslichen Gewalt und die Fluchtmöglichkeiten der Frauen wieder in den Vordergrund. CAPMAS hat 2015 mit dem National Council for Women und dem United Nations Population Fund zusammengearbeitet, um eine Umfrage zu den wirtschaftlichen Kosten geschlechtsspezifischer Gewalt durchzuführen. Die 2016 veröffentlichte Umfrage zeigte, dass Frauen, die kein Einkommen haben, eher Gewalt in der Ehe erleben: Je höher das Einkommen einer Frau ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie emotionale oder physische Gewalt erlebt. Es zeigte sich, dass Frauen, die ein monatliches Einkommen von weniger als LE300 (15 Euro) oder gar kein Einkommen hatten und keine Vermögenswerte oder Besitztümer besassen, eher der einen oder anderen Form von Gewalt durch ihre Ehemänner ausgesetzt waren.

 

Geschiedene und getrennt lebende Frauen berichteten am häufigsten, dass sie während der Ehe von ihren ehemaligen Ehemännern Gewalt und finanzielles Kontrollverhalten erfahren hatten. Die Umfrageergebnisse "offenbaren auch, dass Gewalt in der Ehe verknüpft ist mit dem Glauben der Frauen, dass eine Ehefrau der Meinung ihres Mannes zustimmen muss, selbst wenn sie nicht überzeugt ist, und dass es der Mann ist, der das Haus kontrollieren muss."

 

Die Beziehung zwischen wirtschaftlicher Eigenständigkeit und ehelicher Gewalt funktioniert jedoch nicht immer auf diese Weise. Elham Eidarous, Präsident der Brot- und Freiheitspartei, weist darauf hin, dass Ehemänner sich "als Mann" in Frage gestellt fühlen, wenn ihre Frauen anfangen, Geld zu verdienen. Sie nehmen Einkommen der Frau oft an sich und werden - wie im Fall von Eman - handgreiflich.

 

Auf jeden Fall ist der Weg einer Frau zur finanziellen Unabhängigkeit mit strukturellen Hindernissen übersät. Laut einem Bericht des Weltwirtschaftsforums von 2017 zeigen Wirtschaftsindikatoren, dass unter den Top 10 der Länder mit der größten geschlechtsspezifischen Diskrepanz sechs arabische Länder sind (Katar, Ägypten, Irak, Vereinigte Arabische Emirate, Marokko und Saudi-Arabien).

 

Die Internationale Arbeitsorganisation führt diese Kluft zurück auf "widrige soziale Normen, diskriminierende Gesetze und unzureichenden Rechtsschutz, geschlechtsspezifische Unterschiede in unbezahlter Haushalts- und Pflegearbeit und ungleichen Zugang zu digitalen, finanziellen und Immobilienvermögen". Der IAO-Bericht weist auch darauf hin, auf welche Weise "soziale Normen in mehrfacher Hinsicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten für Frauen bestimmen", von den beruflichen und schulischen Möglichkeiten, die den Frauen zur Verfügung stehen, bis hin zu den Vorurteilen, mit denen Frauen am Arbeitsplatz konfrontiert sind und die ihre Bezahlung und Aufstiegschancen einschränken.

 

Und wenn der Staat etwas zur wirtschaftlichen Stärkung der Frauen unternimmt, sagt Eidarous, dann tut er dies auf falsche Weise, nämlich in einer konservativen Denkart. Die Zahl der Haushalte, die sich auf weibliche Ernährer stützen, stieg laut der Volkszählung von 2017 auf 25 Prozent. "Diese Haushalte sind ärmer als diejenigen, die von Männern unterstützt werden", sagt Eidarous, "weil Frauen niedrigere Löhne und geringere Aufstiegschancen haben."

 

"Anstatt zu versuchen, das eigentliche Problem - das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen - zu lösen, zielen die Pläne des Staates darauf ab, den weiblichen Erwerbstätigen finanzielle Unterstützung zu geben, und dies, weil eine berufstätige Frau in den Augen des Staates nur eine Person sein kann, die ihren Ehemann verloren hat", sagt Eidarous.

 

 

Die Schwierigkeit der Entscheidung

 

Eidarous weist auf die Verabschiedung des Khulaa-Gesetzes im Jahr 2000 hin, das muslimischen Frauen eine Scheidung erlaubt, wenn sie ihre Mitgift zurückzahlen: "Die meisten Menschen dachten damals, es würde hauptsächlich den wohlhabenden und gutbürgerlichen Frauen zugute kommen. Aber in Wirklichkeit waren die Frauen, die auf Khulaa zurückgreifen, meist arme Frauen, deren Ehen ihnen nicht mehr genügend wirtschaftliche Sicherheit bieten - und das ist einer der Hauptgründe, warum Frauen in dieser Klasse heiraten."

 

Wirtschaftliche Eigenständigkeit hilft bei der Khulaa-Scheidung, aber nicht bei der regulären Scheidung durch die Gerichte - so Eidarous. "Khula ist einfacher für eine Frau, die ein Einkommen hat, weil sie auf ihre Rechte verzichten und sich auf ihr eigenes Einkommen verlassen kann. Die Scheidung hingegen dauert länger und kostet manchmal mehr, da die Frau den rechtlichen Prozess durchlaufen muss, um einige ihrer finanziellen Rechte zu erhalten. "

 

Eidarous meint, dass für wohlhabendere Frauen und solche mit Vermögen die Garantie der finanziellen Sicherheit keine primäre Motivation für die Ehe ist und sie daher anderes zu verlieren haben als finanzielle Unterstützung. Daher hat die wirtschaftliche Eigenständigkeit wenig Einfluss auf ihre Entscheidung, sich von ihren Ehemännern zu trennen, egal wie sehr sie leiden oder mit Gewalt konfrontiert sind, argumentiert sie.

 

Mona Ezzat legt den Finger auf die vielfältigen Hindernisse, mit denen ärmere Frauen konfrontiert sind. Sie argumentiert, dass wirtschaftliche Ermächtigung Frauen in die Lage versetzt, ihre Lebensentscheidungen im Allgemeinen und insbesondere in Bezug auf Scheidungen zu treffen, weil "die Entscheidung, sich scheiden zu lassen, von der Familie der Frau normalerweise als eine schreckliche Idee angesehen wird. Die Familie ermutigt sie nicht. Stattdessen fordert sie sie auf, geduldig zu sein und zu durchzuhalten." Aber auch eine ärmere Frau mit eigenen Einkommen, sagt Ezzat, sei nicht immer in der Lage, die Entscheidung zur Scheidung zu treffen - wenn sie beispielsweise keinen Rückhalt in der Familie hat oder in Fällen, in denen die Familie finanziell bedrückter ist als sie, oder wenn die Scheidung die Rückkehr einer Frau zu einem anderen Mann bedeuten würde, von der die Ehe sie befreit hat (zum Beispiel ihr Vater oder Bruder). Diese und andere soziale Probleme sind oft in Verbindung mit der wirtschaftlichen Realität mächtige Hindernisse.

 

"Gewalt ist für manche Frauen kein zwingender Grund, sich scheiden zu lassen", sagt Azza Soliman, Vorsitzende des NGO-Zentrums für Rechtsberatung für Frauen in Ägypten (CEWLA). "Denn die Frauen fürchten die gesellschaftliche Meinung, oder sie haben kein Einkommen oder wissen nicht, wohin sie gehen sollten." Auf der anderen Seite, erklärt Soliman, wenn einer Frau wirtschaftliche Alternativen zur Verfügung stehen, "kann dies dazu führen, dass sie sich scheiden lässt, damit sie diese Einkommensalternativen umsetzen kann - indem sie zum Beispiel ins Haus ihres Vaters zurückkehrt und dort von seiner Rente lebt, wenn er verstorben ist, oder indem sie eine Arbeit sucht."

 

Eine Frau, die getrennt ist, wird gesellschaftlich anders behandelt als eine verheiratete Frau, und das hat grossen Einfluss darauf, ob eine Scheidung als Option betrachtet wird. "Eine Frau, die verheiratet ist, kann zum Beispiel als Hausangestellte arbeiten gehen", erklärt Ezzat. "Aber eine geschiedene Frau, die als Hausangestellte oder sogar als Verkäuferin auf dem Markt arbeitet, wird wahrscheinlich mehr Feindseligkeit und Belästigungen ausgesetzt sein."

 

Aber wenn eine geschiedene Frau, die Kinder hat, beschließt, wieder zu heiraten, um irgendeine Form des sozialen Schutzes zurückzugewinnen, riskiert sie, ihre Kinder zu verlieren. Wenn eine geschiedene Mutter wieder heiratet, verliert sie legal das Sorgerecht für ihre Kinder an den Vater des Kindes oder seine engsten weiblichen Verwandten, typischerweise seine Mutter oder Schwester. Diese gesetzliche Bestimmung belegt eindrücklich, wie sehr der Staat die Scheidung ablehnt - insbesondere Scheidungen, die von Frauen angestrebt werden. Soliman argumentiert, dass dies eine Ungerechtigkeit gegenüber den ägyptischen Frauen sei, da das Gesetz Männern das Recht gewährt, ohne Vorbehalte oder Einschränkungen zu heiraten, während Frauen dieses Recht vorenthalten wird, wenn sie ihre Kinder behalten wollen. Über 90 Prozent der geschiedenen Frauen, die von der Vereinigung für die Entwicklung und Verbesserung von Frauen (ADEW) befragt wurden, berichteten, dass sie beschlossen hatten, nicht wieder zu heiraten, um das Sorgerecht für ihre Kinder nicht zu verlieren.

 

Samira (Name geändert) war mit einem reichen Mann verheiratet, der sie zehn Jahre körperlich und emotional misshandelte. Obwohl aus einer wohlhabenden Familie, hatte Samira kein eigenes Einkommen, und ihr Mann konnte sich sicher fühlen, denn sie hatte keine andere Wahl, als bei ihm zu bleiben. Er kam aber anders, und sie reichte schliesslich die Khulaa-Scheidung ein, indem sie alle finanziellen Ansprüche aufgab, aber auch das Sorgerecht für ihre Kinder.

 

Sie hatte mit 24 Jahren geheiratet und war mit ihrem Ehemann in die Vereinigten Arabischen Emirate gezogen. Danach begann er sie zu missbrauchen, und er verweigerte ihr ihre elementarsten Grundrechte. Er verbannte Fernsehen, Radio und Zeitungen aus dem Haus und isolierte sie von Menschen. "Meine einzige Aufgabe im Leben war, die Kinder aufzuziehen und zu kochen. Ich hatte keine Verbindung zur Aussenwelt. Er nannte mich seine Sklavin. Ich habe immer Kleingeld aufgespart und bin dann stundenlang in der Hitze herumgelaufen, um eine Zeitung zu kaufen", erzählt Samira.

 

Samira entschied sich dafür, die Scheidung zu verlangen, nachdem sie sich wochenlang von besonders brutalen Schlägen erholen musste. Als sie ihren Mann auf die Scheidung ansprach, lehnte dieser ab und wettete, dass sie aufgeben würde, weil sie nicht über die Mittel verfügte, den langen und kostspieligen Rechtsstreit durchzuhalten. Er sagte ihr, er sei nicht bereit, Kindergeld zu zahlen. Samira: "Ich konnte nicht für sie sorgen. Meine Kinder zu nehmen und an meiner Seite zu behalten, hätte ihre Zukunft gefährden können. Wie hätte ich sie und mich selbst beschützt oder ernährt?

 

"Ich bin buchstäblich nur mit den Kleidern am Leib gegangen", sagt Samira. Sie hat ihre Kinder zurückgelassen, und es dauerte ein Jahrzehnt, bevor sie sie wieder sehen konnte. "Die Entscheidung, die ich getroffen habe, war die einzige Möglichkeit, uns alle zu retten. Was wären sie aus einer leblosen Mutter geworden, die täglich Demütigungen erleidet? "

 

Ihre Eltern waren verstorben, aber Samiras Schwester war Anwältin und trat ein, um zu helfen. Sie konnte auch mit Unterstützung von Freunden wirtschaftlich überleben. "Ich bin glücklich, die Art von Freundinnen zu haben, die ich habe. Eine von ihnen nahm mich auf und liess mich monatelang bei ihr bleiben. Ein anderer Freund hat mir eine monatliche Beihilfe von LE600 (30 Euro) gezahlt, bis ich einen Job gefunden habe. Das war der erste Job, den ich je hatte." Samira hat seither mehrmals ihren Job gewechselt, aber sie arbeitet seit 2006 und hat ein regelmässiges Einkommen.

 

In seinen Aufrufen, die mündliche Scheidung im Jahr 2017 zu beenden, um die eskalierende Scheidungsrate Ägyptens zu bremsen, erklärte Präsident Abdel Fattah al-Sisi: "Wir müssen verhindern, dass sich die Nation in ein Volk von obdachlosen Kindern verwandelt."

 

"Die Sichtweise, dass Scheidung ein Grund des gesellschaftlichen Zerfalls sei", sagt Soliman, "und die Aufforderung, die Scheidungsraten zu senken, lässt ausser acht, dass es nicht gut für Kinder ist, in Haushalten voller Gewalt aufzuwachsen, und dass die Folgen einer zerrütteten Ehe vor allem von den Frauen erduldet werden."

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